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Edward Myers oder Erinnerungen aus dem Leben eines Seemannes / hrsg. von James Feminore Cooper
Entstehung
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erſten Tage mußte man mich, meiner Seekrankheit wegelt, meiner Pflichten entbinden, allein ſchon am zweiten Mor⸗ gen machte ich mich mit regem Eifer an meinen Beruf.

Wir brauchten lange zu unſerer Ueberfahrt, und meine Lage war nichts weniger als angenehm; der Schooner war leck, und die ſchweren, mächtigen Sturzſeeen, welche darüber hereinwogten, löſchten mir oft mein Feuer aus. Auf dem Verdeck hatten wir eine Ladung Schindeln, welche, wie ich bald ausfindig machte, ein äußerſt bequemes Holz zum Anfeuern waren; allein es war der Mannſchaft aufs ſchärfſte anbefohlen, nichts von der Schiffsladung zu verbrennen, und es koſtete mich wohl manchen Puff von Seiten mei⸗ nes Freundes, des Steuermanns, bevor ich mich an die Regel gewöhnen und einen Unterſchied machen lernte. Sonſt führte ich mich ſo ziemlich leidlich auf, und nach zehntä⸗ giger Fahrt liefen wir endlich in Sandy⸗Hook ein.

Das war meine erſte Seefahrt oder vielmehr die erſte, deren ich mich erinnern kann, da ich natürlich wohl be⸗ greife, daß wir unſere Reiſe von Quebeck nach Halifar zu Waſſer zurückgelegt hatten. Ich ward von meinem Drange nach unſtätem Leben durch dieſen erſten Verſuch noch nicht geheilt, obwohl ſich in dieſem Alter Eindrücke ebenſo leicht verlieren, als empfangen werden. Wie unvernünftig und leichtſinnig ich in derartigen Dingen zu jener Zeit noch war, kann man am beſten aus dem Umſtande ſchließen, daß ich mich nicht entſinne, nur je nach dem Namen des Fahrzeugs zu fragen, auf welchem ich Neuſchottland ver⸗ laſſen hatte. Hang zu Veränderung und abenteuerlichem Leben waren meine einzigen Beweggründe, und es fiel mir niemals bei, mich nach einer Thatſache zu erkundigen, welche für einen Menſchen von meinem Temperament ſo unwe⸗ ſentlich war. Noch heutiges Tags weiß ich gar nichts Näheres über dieſen Gegenſtand.

Der Schooner lief endlich in den Hafen ein, und legte ſich Fly⸗Market gegenüber vor Anker; man konnte das Schiff nicht hart an's Quai bringen, ſondern mußte für die kurze Zeit unſeres Aufenthalts hinter zwei oder