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geſchwungene Streitart hielte; an der andern ließ ſich noch erkennen, daß ſie während des Todeskampfes ſich vergeblich abgemüht hatte, den Platz im Gürtel zu finden, wo das Meſſer gewöhnlich ſtack. Dieſe zwei Bewegungen mußten jedoch unwillkürlich geweſen ſeyn, denn in jeder andern Beziehung lag Würde und Ruhe, und nicht Wuth in der Geſtalt des Dahingeſchieden en.
Der Leiche zur Seite blieb der ſich für Nipſet ausgebende Narr unbeweglich ſitzen; in ſeinen in der Regel von ſtillem Wahn⸗ ſinn abgeſtumpften Zügen ſaß drohender Unwille. Alle Uebrigen, die zugegen waren, ſtanden um die Mutter und ihre gebeugte Tochter. Beſorgniß um die Letztere ſchien für den Augenblick jede andere Empfindung verdrängt zu haben. Es war nur zu viel Grund vorhanden, zu befürchten, daß der Todesſtreich, der ihren Gatten getroffen, auch ſie tödtlich berührt habe. Dieſe ſchreckliche Wirkung äußerte ſich indeſſen mehr durch eine gewiſſe Apathie nnd allgemeine Abſpannung ihres Aeußern, als durch heftige, unmittet⸗ bare Symptome.
Die Pulſe ſchlugen noch, aber ſchwer und unregelmäßig, wie die Flügel der Mühle, wenn der hinſterbende Wind ſie immer ſchwächer treibt, bis ſie ſtille ſtehen. Der Ausdruck von Schmerz ruhte unbeweglich auf ihrem erblaßten Antlitz. Von Farbe nicht
der leiſeſte Ton; ſelbſt die Lippen hatten das, wodurch Wachsbilder einen ſo unnatürlichen Eindruck machen. Regungslos wie die Züge,
waren auch ihre Glieder; doch nein, pauſenweiſe bekundete eine krampfhafte Bewegung des Körpers, daß die Unglückliche nicht blos lebte, ſondern auch ein lebendiges, ſchmerzliches Bewußtſeyn von der Wirklichkeit ihrer Lage beſitze.
„Dies macht meine Kunſt zu Schanden,“ ſagte Doktor Ergot, indem er ſich nach einer langen, ſtummen Unterſuchung des Pulſes, wieder in die Höhe richtete:„es gibt ein Myſterium im Körperbau, welches das menſchliche Wiſſen noch nicht zu entſchleiern vermochte. Die Ströme des Lebens gerathen zuweilen in eine unbegreifliche
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