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kann. Narra⸗Mattah vergeſſe ihren Häuptling bis zu jener Zeit,
und dann, wenn ſie ihn bei Namen ruft, ſpreche ſie laut, denn
herzlich froh wird er ſeyn, ihre Stimme wieder zu hören. Geh'; ein Sagamor bereitet ſich zum langen Wege. Er nimmt mit traurigem Geiſte von ſeinem Weibe Abſchied. Sie wird die kleine Blume von zwei Farben vor ſich ſetzen, und ihr Glück in deren Wachsthum finden. Sie gehe jetzt. Ein Sagamor will ſterben!“
Das aufmerkſame Weib ſog die langſam und gemeſſen aus⸗ geſprochenen Worte, Sylbe für Sylbe, ein, wie ein in abergläubiſchen Legenden Erzogener die Ausſprüche eines Orakels. An Folgſamkeit gewöhnt, obgleich verwirrt durch ihren Schmerz, zauderte ſie nicht. Mit tiefgeſenktem Haupte, das Antlitz ganz verhüllt in ihrem Gewande, verließ ſie ihn. Sie ging bei Uncas vorbei: ihren Schritt hörte er nicht, als er aber ihre wankende Geſtalt ſah, wandte er ſich ſchnell und ſtreckte den Arm hoch in die Luft. Die ſchrecklichen Stummen erſchienen hinter dem Baum und verſchwanden auch wieder im Nu. Conanchet fuhr auf, und es hatte den Anſchein, als würde er auf das Geſicht fallen; allein mit einer entſetzlichen Anſtrengung ermannte er ſich, taumelte zurück gegen den Baum, und ſank in der Stellung eines Häuptlings im Rathe. Ein Lächeln wilden Triumphs ſaß auf ſeinem Antlitz, und ſeine Lippen bewegten ſich ſichtbar. Uncas bog ſich vorwärts, athem⸗ los lauſchend.
„Mohiganer, ich ſterbe, aber mein Herz iſt Stein!“ das waren die im Todeskampf, aber feſt ausgeſprochenen Worte, die er zu hören bekam. Jetzt folgten zwei lange ſchwere Hauche. Der eine war der bis jetzt verhaltene Athem des Uncas; der andere der Todesſeufzer des letzten Fürſten des auf immer geſchwächten und zerſtreuten Stammes der Narraganſetts.


