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„Pſt!“ unterbrach ihn ſeine Gefährtin, die ſo ziemlich errathen konnte, was ſie hören würde, aber mit dem, der weiblichen Natur eigenthümlichen Eigenſinn gerade vor der Erklärung, nach welcher ſie ſich ſehnte, zurückſchrack.„Pſt!.... ich hörte ſich etwas bewegen. Ach, unſere Ruth und Whittal ſind entflohen!“
„Sie ſuchen ein Spielzeug für das Kind... dort ſiehſt Du ſie an den Außengebäuden. Nun ſo ſprich, warum willſt Du nicht das Recht, immer dazubleiben, annehmen und....“
„Es kann nicht ſeyn, Marcus,“ ſchrie das Mädchen, ihre Hand aus der ſeinigen loswindend;„ſie ſind entflohen!“
Marcus ließ, obgleich ungern, ihre Hand fahren, und folgte ihr an die Stelle, wo ſeine Schweſter geſeſſen hatte. Sie war in der That fort. In den erſten paar Minuten wollte ſogar Martha es ſich nicht geſtehen, daß Ruth mit der Abſicht, nicht wieder zurück⸗ zukehren, entſchwunden ſey. Sie waren Beide zu aufgeregt, um mit Beſonnenheit und auf dem rechten Wege zu ſuchen; und wahrſcheinlich war das geheime Vergnügen, welches ſelbſt dieſe ſtumme Fortdauer ihres Beiſammenſeyns ihnen machte, die Urſache, daß ſie nicht eher daran dachten, Lärm zu machen, als bis es zu ſpät war. Die Felder, die Gärten und Außengebäude wurden nun durchſucht, allein keine Spur der Flüchtlinge war aufzufinden. In der Finſterniß in den Wald zu gehen, wäre vergeblich geweſen; es blieb durchaus nichts anderes übrig, als während der Nacht eine Wache auszuſtellen, und ſich auf eine thätigere und regelmäßigere Nachſuchung am nächſten Morgen vorzubereiten.
Aber lange, ehe die Sonne aufging, reiſeten die traurigen Flüchtlinge ſchon in einer ſolchen Entfernung vom Thale durch den Wald, daß die Anſtalten der Familie gänzlich nutzlos bleiben mußten. Conanchet voran, hinter ihm ſchweigend ſein Weib, Whittal Ring, mit dem Kinde auf dem Rücken, im unverdroſſenen Trabe den Zug beſchließend, ſo ging die Flucht vorwärts, über tauſend ſchroffe Wegeſtellen, quer durch Strombetten, und längs holpriger Hohlwege,


