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„Geh,“ ſagte Uncas mit Würde:„Ich habe das Wort eines Sagamor vernommen.“
Conanchet wendete ſich, ſchritt eilig durch den ſchweigenden Haufen, und war bald in dem umgebenden Wald verſchwunden.
Einunddreiß igſtes Kapitel. Darum entblöße deine Bruſt. Kaufmann von Venedig.
Wild und trüb war die Nacht. Des Mondes faſt volle Scheibe erſchien nur, wenn hin und wieder durch eine Oeffnung in den Dunſtmaſſen, welche durch die Lüfte zogen, ſein zuckender Lichtſtrahl auf einen Augenblick ſich auf die Erde ſenkte. Ein Süd⸗Weſt⸗Wind ſeufzte durch den Wald, und wurde ſtoßweiſe ſo heftig, daß die niedrigſte Pflanze mit allen ihren Blättern, wie mit ſo vielen Zungen, die Klagen des Windes zu wiederholen ſchien. Dieſe ergreifenden Naturtöne waren das einzige Geräuſch, welches die Feierſtille in dem Dorfe Wiſh⸗Ton⸗Wiſh und deſſen Umgebung angenehm unterbrach. Eine Stunde vor dem Moment, an welchen wir die Handlung der Erzählung wieder anknüpfen, war die Sonne in den nahen Wald geſunken, und die meiſten der einfachen, arbeit⸗ ſamen Einwohner ſchon zur Ruhe gegangen.
Indeß glänzte noch Licht durch viele Fenſter des Heatheote⸗ Hauſes, wie die Landleute die Wohnung des Puritaners zu nennen pflegten. In den Außengebäuden und dem Hofe verrichteten die Knechte und Mägde die ländlichen Abendgeſchäfte, und nur in dem obern Theile der Wohnung herrſchte die gewöhnliche Ruhe. Einſam ging in der Vorhalle ein Menſch auf und ab, heftig, als wenn ihm etwas Unangenehmes begegnet wäre. Es war der junge Marcus.
Nach einigen Minuten ward er in dieſer unruhigen Bewegung unterbrochen; es ging eine Thür auf, und zwei leichte Geſtalten gleiteten furchtſam aus dem Hauſe.


