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Sogenannte Indianiſche Alarmrufe waren freilich nicht ſelten, allein bis jetzt hatten dieſe, außer dem Schrecken der ſanften Ruth und ihrer Kleinen, keine weitere Folgen. Zwar hörten ſie von Zeit zu Zeit Geſchichten von ermordeten Reiſenden und durch Sklaverei getrennten Familien; war es nun aber das gute Glück, oder die mehr als gewöhnliche Vorſicht der, längs dieſer unmittelbaren Länderſcheide wohnenden, Siedler, genug, in der Kolonie von Connecticut hatte das Meſſer und der Tomahawk der Indianer nur noch wenig Beſchäftigung gefunden. Einen bedrohlichen und ge⸗ fährlichen Kampf mit den Holländern in der angrenzenden Provinz: die Neue Niederlande, hatten die Baherrſcher der jungen Plantagen durch Behutſamkeit und Mäßigung abzuwenden gewußt, und obgleich ein kriegeriſcher, mächtiger Häuptling der Eingebornen die nahen Kolonien von Maſſachuſetts und Rhode⸗Island zwang, beſtändig auf ihrer Hut zu ſeyn, ſo war doch aus den angeführten Gründen die Furcht vor Gefahr nur gering in den Gemüthern der ſo entfernt wohnenden Individuen, welche die Familie unſeres Emigranten ausmachten.
In dieſer Ungeſtörtheit gleiteten Jahre vorüber, während welcher die umherliegende Wildniß ſich allmählich immer weiter von dem Aufenthalt der Heatheotes entfernte, bis ſie ſich im Beſitz aller der Lebensgenüſſe ſahen, auf die ſie bei einer ſo gänzlichen Abgeſchie den⸗ heit von der Welt nur immer Anſpruch machen konnten.
Nach dieſen vorläufigen Erläuterungen erlauben wir uns, den Leſer auf die nun folgende Erzählung zu verweiſen. Sie enthält eine ausführlichere, und hoffentlich anziehendere, Beſchreibung der Ereigniſſe einer Legende, obſchon ſie nicht unwahrſcheinlich zu einfach für den Geſchmack von Perſonen iſt, deren Einbildungskraft nur lebendigere, einem weniger natürlichen Zuſtand der Geſellſchaft eigene Auftritte aufregen köoͤnnen.


