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dieſer Zeit hörten die Grenzbewohner— denn das waren ſie in Wahrheit durch ihre Lage an der Länderſcheide geworden— die ſeltſame und ſchreckliche Kunde von der Entthronung eines Königs, von dem Interregnum, wie man eine ungewöhnlich kräftige und glückliche Regierung benannte, und von der Reſtauration des Sohnes deſſen, der, ſeltſam genug, ein Märtyrer“ genannt wird. Alle dieſe ereignißreiche und ſeltene Glückswechſel der Könige hörte Marecus Heathceote an mit tiefer und ehrfurchtsvoller Unterwerfung unter den Willen desjenigen, in deſſen Augen Kronen und Herrſcher⸗ ſtäbe blos koſtbarere Spielzeuge der Welt ſind. Gleich den meiſten ſeiner Zeitgenoſſen, die in der weſtlichen Hemiſphäre Schutz geſucht, hatten ſeine politiſchen Meinungen, wenn ſie nicht ganz und gar republikaniſch waren, eine Vorneigung zur Freiheit, die im ſtarken Gegenſatz zu den göͤttlichen Rechten des Monarchen ſtanden. Da⸗ gegen hatte er aber auch zu entfernt von den aufgeregten Leiden⸗ ſchaften gelebt, welche den dem Throne näher Lebenden die Achtung für deſſen Unverletzbarkeit raubten, und ſie vermochten, den Glanz derſelben mit Blut zu beſudeln.
Wenn die hin und wieder, nach langen Zwiſchenräumen, auf kurze Zeit in ſeine Niederlaſſung einkehrenden Wanderer vom Pro⸗ tector““ erzählten, der ſo viele Jahre lang England mit eiſerner Hand beherrſchte, da pflegte wohl in den Augen des Alten plötzlich eine ganz eigenthümliche Theilnahme aufzuglänzen; und einmal, als er nach dem Abendgebet ſich tadelnd über die Eitelkeit und das Vergängliche dieſes Lebens verbreitete, geſtand er, daß der außer⸗ ordentliche Mann, der, wenn nicht dem Namen, ſo doch der Sache nach, auf dem Throne der Plantagenets ſaß, der luſtige Gefährte, der gottloſe Genoſſe vieler ſeiner Jugendſtunden geweſen wäre.
* Karl I. wird in der engliſchen Liturgie, wo auf ſeinen Todestag ein beſonderer Gottesdienſt feſtgeſetzt iſt, mit dieſem Namen beehrt. O. U. *s Der von Cromwell angenommene Titel.


