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er in ſeinem ſpätern Leben ſo ſtreng übte, nicht zu erſticken ver⸗ mochte, theils aber auch durch die natürliche Schönheit in der Vertheilung der Land⸗, Waſſer⸗ und Waldparthien unterſtützt, war es dem Emigranten gelungen, dieſen Fleck in einen Wohnplatz zu verwandeln, der wegen ſeiner ländlichen Reize eben ſo wünſchens⸗ werth war, als wegen ſeiner Abgeſchiedenheit von den Ver⸗ ſuchungen der Welt.
Nach dieſer denkwürdigen Handlung unbeſchränkter Hingabe in die Vorſchriften des Gewiſſens floſſen Jahre von Ruhe und einer Art negativen Glückes dahin. Die in der alten Welt circulirenden Gerüchte erreichten die Ohren der Bewohner dieſer abgelegenen Niederlaſſung, nachdem die Ereigniſſe, auf welche ſie ſich bezogen, anderswo ſchon viele Monate vergeſſen waren, und nur in langen, ſäumenden Zwiſchenräumen erfuhren ſie die Tumulte und Kriege der Schweſter⸗Kolonien. Mittlerweile dehnten ſich die Grenzen der Kolonial⸗Niederlaſſungen allmählich aus, und die Lichtung der Thal⸗ gründe rückte dem ihrigen immer näher.
Das Alter begann nun auch einen ſichtbaren Eindruck auf die eiſerne Geſtalt des Kapitäns zu machen, und was ſeinen Sohn betrifft, ſo wich nachgerade die friſche geſunde Jugendfarbe, mit welcher er in die Waldung eingezogen war, dem bräunlichen An⸗ fluge, den beſtändige ſchwere Arbeit im Freien erzeugt. Wir ſagen, ſchwere Arbeit; denn abgeſehen von den Sitten und Anſichten des Landes, nach welchen ſelbſt die Begütertſten nicht ohne Tadel ſich dem Nichtsthun hingeben durften, ſo können die täglichen Schwierig⸗ keiten ihrer Lage, die Jagd und die langen und verwickelten Züge in den umherliegenden Wald, die der Veteran ſelbſt wagen mußte, wohl nicht paſſender benannt werden. Ruth blieb jugendlich und blühend, obgleich ſich zu den anderen Sorgen noch die der Mutter bald geſellten. Es fiel jedoch eine geraume Zeit durchaus nichts vor, was ihnen ſonderliche Reue wegen des gethanen Schrittes, oder Angſt wegen der Zukunft einflößen konnte. Im Verlaufe


