Teil eines Werkes 
9 (1851) Die Beweinte von Wish-Ton-Wish oder die Puritaner in Connecticut / von J. F. Cooper ; Aus dem Englischen von Dr. Gottfr. Friedenberg
Entstehung
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herben Stoß erleiden, und zwar von einer Seite, wo die Umſtände ihn nur wenig Gefahr befürchten ließen. Noch an dem Tage, an dem er das langerſehnte Aſyl erreichte, machte ihn ſeine Gattin zum Vater eines tüchtigen Knaben, ein Geſchenk, das ſie mit dem traurigen Preiſe ihres eigenen Lebens erkaufte. Um zwanzig Jahre älter als das Weib, das ſein Loos zu theilen ihm in dieſe entfernte Küſten gefolgt war, hatte der abgedankte Krieger es ſtets als etwas betrachtet, das ſich ganz von ſelbſt verſtehe, daß er der erſte ſeyn werde, die Schuld der Natur abzuzahlen.

Waren auch die Ausſichten, ſo der Kapitän ſich von einer zu⸗

6 künftigen Welt gebildet hatte, ſattſam glanz⸗ und lebensreich, ſo

ſchien er ſie doch allem Vermuthen nach durch eine lange Viſta ruhigen und ſüßen Genuſſes in der gegenwärtigen ſich angeſchaut zu haben. Aber ſein Naturell gehörte nicht zu denen, die durch menſchliche Glückswechſel ihre Faſſung verlieren können; nur ins Düſtere färbte das Unglück ſeinen Charakter, den die Subtilitäten der Sectirerlehren ſchon ernſt geſtimmt hatten. Unveränderlich in den einmal angenommenen Gewohnheiten lebte er nützlich, eine ſtarke Säule des Rathes und des Muthes für ſeine unmittelbare Umgebung, aber abgeneigt ſowohl von Natur als durch ſeine Stim⸗ mung, die frühdahingewelktes Glück getrübt hatte, diejenige Rolle in den Angelegenheiten des kleinen Staates zu übernehmen, auf die er theils wegen ſeines Vermögens, theils wegen ſeines frühern Geſchäftskreiſes, mit Recht hätte Anſpruch machen können.

Seinem Sohne gab er eine Erziehung, wie ſie ſeine eigene Bildungsſtufe und die der jungen Kolonie von Maſſachuſetts mög⸗ lich machte. Aus einer gewiſſen frommen Täuſchung, deren Ver⸗ dienſtlichkeit wir nicht unterſuchen wollen, glaubte er dadurch einen lobenswerthen Beweis von ſeiner eigenen unbedingten Hingebung in den Willen der Vorſehung abgelegt zu haben, daß er ihm in der Taufe den Namen: Zufriedenheit geben ließ. Sein Wir werden uns im Verfolg die Freiheit nehmen, den jungen Herrn

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