XI
ſcheinlich, daß die Puritaner dieſe Freundſchaft großentheils der furchtbaren Nothwendigkeit verdankten. Es ſoll nämlich nicht lange vor der Ankunft der Emigranten unter den Wompanoags eine ſchreckliche Krankheit gewüthet und eine ungeheure Anzahl derſelben hinweggerafft haben. Einige Autoren glauben, daß dieſe Krankheit nichts anderes als das gelbe Fieber war, das bekanntlich in unbeſtimmten und, wie es ſcheint, nach ſehr langen Zwiſchenräumen verheerend wiederkehrt. Was aber auch immer die Urſache der ungeheuren Sterblichkeit unter dieſer Nation geweſen ſeyn mag, ihr König Maſeaſſoit ſah ſich durch die Wir⸗ kung veranlaßt, mit den Weißen ein Bündniß zu ſchließen, um ſich den Angriffen ſeiner alten, minder heimgeſuchten Feinde nicht ſchutzlos bloßgeſtellt zu ſehen. Allein der Sohn, ſcheint es, betrachtete den wachſenden Einfluß der Fremdlinge mit miß⸗ günſtigerem Blicke als der Vater. Seinen großen Plan zur Ausrottung der ausländiſchen Race zur Reife zu bringen, damit brachte er den Morgen ſeines Lebens zu, und erfolgloſe Ver⸗ ſuche, dieſen Plan in Ausführung zu ſetzen, füllten deſſen ſpätere Jahre aus. Seine raſtloſe Thätigkeit, um eine Conföderation gegen die Engländer zu Stande zu bringen, ſeine wilde, ſcho⸗ nungsloſe Kriegesweiſe, ſeine Niederlage und ſein Tod ſind zu wohl bekannt, um hier erwähnt zu werden.
Nicht minder anziehend und romantiſch iſt die dunkle Ge⸗ ſchichte eines Franzoſen jener Zeit. Dieſer ſoll ein Offizier von hohem Rang in der Armee ſeines Königs geweſen ſeyn, und jener privilegirten Klaſſe der Geſellſchaft angehört haben, welche ſich damals im ausſchließlichen Beſitz aller Würden und ein⸗ träglichen Aemter des franzöſiſchen Königreichs ſah. Die Ueber⸗ lieferungen, und ſelbſt die geſchriebenen Annalen des erſten


