Teil eines Werkes 
3. Bd. (1873)
Entstehung
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feuchten Schnauzen in die dicht in einander geſchmiegten Händchen, als wollten ſie die Kleinen tröſten.

Herr Euſebius trat ins Zimmer, heimgekehrt von einem Ausgange. Die Kinder flüchteten zu ihm und beſtürmten ihn mit Fragen um die Kranke oben. Er beſchwichtigte ſie mit milden Worten und legte ſie dann zu Bette, denn Euphroſina war noch immer bei der Kranken, welche ſie ſorgſam überwachte.

Die Uhr auf der Pendüle ſchlug die zehnte Stunde. Die Kranke erwachte nach langem ſtärkenden Schlummer.

Mein theuerer, geliebter Freund, ſagte ſie matt und legte ihre ſchmale Hand in die Breitens,wie ſorgſt und ängſtigſt Du Dich um mich. Mir iſt ja doch jetzt viel wohler und ich glaube, bis übermorgen bin ich wieder ganz geſund. Dann wollen wir nach unſerer Trauung nach Breitenfeld und dort glücklich ſein.

Ja, meine geliebte Iſabella, das wollen wir, ſprach er und beugte ſich herab über die ſchneeweiße magere Hand und Thränen fielen aus ſeinen Augen

auf dieſelbe.

Du weinſt, theurer Freund? Warum das 2 ſagte ſie, ſich im Bette aufrichtend und blickte ihn an mit einem Lächeln bemitleidender Liebe.Weine nicht, es wird ja Alles gut werden; hat der Schöpfer uns denn