Teil eines Werkes 
3. Bd. (1873)
Entstehung
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erleuchtete Straße, welche in ihrem Scheine das vor dem Hauſe tief geſtreute Stroh beleuchten, das für die Schwerkranke oben im erſten Stockwerk gelegt worden, um das Raſſeln der Wagen auf der hartgefrorenen Straße abzuſchwächen.

Sie faltet die Hände und Thränen rinnen ihr dabei über die Wangen.

Im ganzen Hauſe iſt eigenthümlich ſtille, ſelbſt

die Kinder Frau Eſchmüllers, Elsbeth und Franz, zei⸗

gen ſich nur flüſternd die Bilder in einem großen Buche.

Da öffnet ſich die Thüre; Doktor Mohn tritt ein.

Lebhaft geht Frau Euphroſina ihm entgegen. Wie geht es oben? fragte ſie ängſtlich. Beſſer; die Kranke ſchläft jetzt, aber es wäre gut, wenn ſie hinaufgingen, ich komme in einer Stunde wieder. Der Arzt ſagt dies in theilnehmendem Tond Er

beſitzt jene weiche, milde Stimme, die jeder Arzt haben

ſollte, jene Stimme, welche zum Herzen dringt, dem Patienten Muth verleiht und deſſen Angehörige tröſtet. Schon längſt iſt er ein geſuchter Arzt. Frau Eſchmüller geht nach ſeinem Hinweggehen raſch die Treppe hinauf, in Iſabella's Wohnuͤng. Dort liegt die Künſtlerin ſeit drei Tagen zu Bette und Breiten weicht kaum von ihrem Lager. Bis zu