Teil eines Werkes 
3. Bd. (1873)
Entstehung
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um alles Trübe von ſich abzuſchütteln, der bangen Furcht Herr zu werden vor dem Kommenden!

Sylveſter! Die Gläſer klingen, die Augen leuchten und der Mund lächelt beim fröhlichen Rufe:Neu⸗ jahr! Derſelbe Mund, der vielleicht grade in dieſem Jahre ſich für immer ſchließt, ſcherzt und lacht; die⸗ ſelbe Hand, welche vielleicht in dieſem Jahre für ewig erkaltet, führt den perlenden Schaumwein der Freude ſorglos zu den Lippen.

Proſit Neujahr! ertönt es mit aller Hoffnung

und Zuverſicht und wenige Monde nur reichen hin,

alle Hoffnungsblüthen im Keime zu knicken.

Der Unglückliche erwartet eine günſtige Schickſals⸗ wendung, der Glückliche neue günſtige Erfolge und die Tage vergehen, die Jahre ſchwinden wie Woge ſich auf Woge ſtürzt, um unaufhaltſam weiter zu eilen, der Ewigkeit entgegen.

Der Lebenslauf der Menſchen verinnt undSyl⸗ veſter tönt es nach Jahren und abermals Jahren in wechſelnden Generationen, nur Eines beſteht: die Beſtändigkeit im Wechſel!

Sylveſter! ſagt auch leiſe und mit ernſtem Blicke Frau Eſchmüller zu ſich ſelbſt, als ſie an dieſem

Abende am geſchloſſenen Fenſter ihrer Wohnung ſteht

und hinausblickt auf die bereits von Gaslaternen hell