Teil eines Werkes 
3. Bd. (1873)
Entstehung
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übergab dieſelben dem einſtigen Diener ihres Pflege⸗ vaters, dem einzigen, der ihr auch nach den traurigen Ereigniſſen mit Ehrfurcht begegnete. Von der übrigen Dienerſchaft hatten Alle ſchon längſt aufgehört, in ihr die einſtige Herrin zu reſpectiren, und deren Unter⸗ würfigkeit verwandelte ſich jetzt in Hohn und Trotz. Was galt dieſen bezahlten Leuten jetzt das Mädchen, das binnen Kurzem vielleicht ſelbſt gezwungen war, ſich ihr Brod zu verdienen! Sie war ihnen nun gleich ge⸗ ſtellt durch die Bürde der Armuth, und man konnte ſie daher hiernach behandeln. Obwohl Iſabella im Allgemeinen eine ſehr gute Herrin geweſen war, ſo er⸗ innerte man ſich doch jetzt nicht mehr ihrer Güte, ſon⸗ dern nur ihrer zeitweiligen Launen, und vergalt die⸗ ſelben nun tauſendfach.

Drei Monate waren ſeit des Kommandanten Tode verſtrichen. Seit ungefähr einer Woche war Marie Langer Herrin des Hauſes, in welchem einſt Iſabella geherrſcht hatte. Die Hochzeit war der Trauer halber ganz in aller Stille vor ſich gegangen.

Narie hatte nun ihr Ziel erreicht, war Theobald's Gattin geworden, durch ihn in den Beſitz jener Reich⸗ thümer gelangt, die einſt Iſabella gehörten!

O Jammer, o Clend! für das arme Weſen, das ſich einſt Iſabella Alſing genannt hatte! Dieſen Namen

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