Teil eines Werkes 
3. Bd. (1873)
Entstehung
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trug nun Jene, welche ſeit ihrer Kindheit ſie verfolgt mit ihrem Neid, ihrer Bosheit, und ſie, Iſabella, war jetzt ein vater⸗ und mutterloſes Mädchen!

Als ſie von der Vermählung ihres Vormundes Nachricht bekam, bat ſie denſelben, aus dem Hauſe ſich entfernen, anderweitig ihr Brod ſuchen zu dürfen. Mit ſchnöden Worten ward ſie abgewieſen, und hart er⸗ klärte er ihr, daß ſie ein für alle Mal ſich ſeinen An⸗ ordnungen zu fügen habe, wenn ſie nicht ſich einer Klage an die Obervormundſchaft ausſetzen wolle, welche ſeine Rechte als Vormund gegen ſie wahren werde. Es blieb dem armen Weſen ſomit nichts Anderes übrig, als ſich zu unterwerfen.

Die Zeit, welche jetzt hereinbrach, war für Iſa⸗ bella die ſchwerſte ihres an Kummer reichen Lebens. Einen offen geführten Krieg würde das willensſtarke Mädchen ehrenvoll beſtanden haben, aber gegen die

Bosheiten und täglich geführten Nadelſtiche elender

Rachſucht, mit welchen ihr Vormund und deſſen Gattin ſie überhäuften, drohte ſelbſt ihr entſchloſſenesSich⸗ fügen zu erlahmen. Es verging kein Tag, an wel⸗ chem ihr nicht tauſenderlei Demüthigungen und Qua⸗ len auferlegt wurden, anſcheinend zu gering und klein⸗ lich, um fremde Augen darauf zu lenken, und doch für das auserſehene Opfer kaum erträglich.