Teil eines Werkes 
3. Bd. (1873)
Entstehung
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deckte, ſich hob und einer ſchönen Statue gleich, mit todtbleichem Geſicht, Iſabella ſich zeigte.

Es bedarf keiner weiteren Mittheilung, ich habe hier im Nebenzimmer Alles mit angehört, ſagte ſie mit feſter Stimme, zu welcher die flammenden Augen einen grellen Contraſt bildeten.

Dieſes junge zarte Geſchöpf, ſo eigenartig gebil⸗ det, mit einer ſo lebhaften Empfindlichkeit, ſo tieffüh⸗ lend, wie ſchwer mußte es den harten Schlag empfin⸗ den, der es ſoeben getroffen!

Iſabella! Wie ſehr bedaure ich Dich, ſagte der junge Arzt, trat ihr näher und wollte ihre Hand er⸗ greifen. Sie aber zog dieſelbe mit einem Schauder zurück, ihr Auge flammte in edler Entrüſtung, ihre Lippen zitterten aus Stolz und wie ſie ſo daſtand, die ſchlanke, hohe Geſtalt, die Spuren von Thränen noch auf den blaſſen Wangen, war ſie wunderbar ſchön und auf die Anweſenden wirkte ihr plötzliches Erſcheinen wahrhaft verwirrend.

Ich brauche kein Mitleid von Dir, ſagte ſie, denn von jetzt ab kann ich Dich nur noch verachten! Ich verſtehe nun das Gefühl, das Dich bewog, um

meine Hand anzuhalten; jeder Verkehr zwiſchen uns iſt fortan gebrochen.

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