.
—;
13
weſenden gelaſtet hatte. Man drängte ſich in über⸗ ſtürzender Haſt zu dem ſo plötzlich mit Glücksgütern Geſegneten, und man vergaß des armen, unglücklichen Mädchens, dem man bis jetzt gehuldigt!
„Ich bin erbötig, Iſabella zu unterſtützen“, ſagte Alſing kalt,„obgleich ich ſelbſtverſtändlich jeder Ver⸗ bindlichkeit gegen ſie nach dem Geſetze enthoben bin.“
„Natürlich, natürlich. Ihrer Großmuth allein hat ſie von jetzt ab Alles zu verdanken“, riefen einſtimmig die Schmeichler. 1
Nur der Advocat des Verſtorbenen trachtete, ver⸗ ſuchsweiſe dem armen Mädchen beizuſtehen.
„Sie vergeſſen, meine Herren“, ſagte er laut und deutlich,„daß hier allein eben nur das Geſetz zu ent⸗ ſcheiden hat und daß bis dahin die bisherige Erbin als erbberechtigt zu betrachten iſt. Uebrigens“, fügte er hinzu,„glaube ich, würde man vor allen Dingen am beſten thun, darüber nachzudenken, Fräulein Iſa⸗ bella ſo ſchonend als möglich den harten Schlag bei⸗ zubringen.“
Alſing biß ſich in die Lippen; ſein Blick ſtreifte mißmuthig den kühnen Sprecher und ſchon öffnete ſich
ſein Mund zu einer Gegenantwort, als plötzlich die
ſchwere Portière, welche die Thür in's Nebengemach


