Teil eines Werkes 
3. Bd. (1873)
Entstehung
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Es galt nun die Erforſchung der Gattin meines Freundes! Aber wie, auf welchem Wege dies bewerk⸗ ſtelligen, da mir jeder Anhaltspunkt, jedes dazu gehörige Document fehlte? Ich ſcheute indeſſen weder Koſten noch Mühe, reiſte abermals nach München zurück, nach⸗ dem jener Meier weder kam, noch etwas von ſich hören ließ. Immer mehr beſtärkte ſich in mir der Verdacht, daß er einer jener routinirten Verbrecher war, welche ſich wichtiger Documente zur Ausführung ihrer Schlech⸗ tigkeiten bemächtigen, um gelegentlich Nutzen daraus zu ziehen und ich dankte Gott, daß ich das Kind in Sicherheit gebracht! In München angekommen, fand ich das Haus der Frau Bard leer und verſchloſſen. Auch ſie war ein Opfer der entſetzlichen Krankheit ge⸗ worden und Niemand konnte mir Auskunft geben, ob vor Frau Bard's Tode ein Herr Meier nochmals bei ihr geweſen. Noch blieben mir zwei Anhaltspunkte. Der eine war, den Ort zu beſuchen, wo die einſtige Beſitzung meines Freundes lag; der zweite, ein Aufruf in den Zeitungen, um die Mutter des Kindes aufmerk⸗ ſam zu machen, im Fall man ihr falſche Nachrichten hinterbracht habe.

Auf dem früheren Landgute erinnerte man ſich wohl noch meines Freundes und ſeiner Gattin, welche er aus dem Auslande hierhergebracht. Doch er hatte