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zes irrte in ruheloſer Aufregung von einem Zimmer in's andere. Es war, als ob ſie ihrer tödtlichen Pein entfliehen wolle; überall aber begegnete ſie dem An⸗ denken an den Verſtorbenen, bis ſie endlich in ſein Schlafzimmer eintrat, welches hart an ſein Arbeits⸗ zimmer grenzte. Die Thüre zu letzterem war nur an⸗ gelehnt, und klar und deutlich klangen die Stimmen der im Arbeitszimmer Anweſenden zu ihr.
Sie ſah ſich um in dem kleinen ſo wohnlich ein⸗ gerichteten Gemache mit einem Blicke voll unſäglicher Trauer. Hier hatte ſie an jenem letzten Abende ge⸗ ſtanden, ihren Kopf an ſeine Bruſt gelegt; auf dem Nachttiſche lag noch ein aufgeſchlagenes Buch, in wel⸗ chem er vermuthlich nach ihrem Hinweggehen noch ge⸗ leſen, wie es ſtets ſeine Gewohnheit war; dort ſtand die Cigarrenkiſte, aus welcher der Kommandant täg⸗ lich ſeinen Bedarf an Cigarren entnommen, und hier hing über dem Stuhl noch ſein Mantel, den er auf ſeinem letzten Gange getragen, wie man ihn der Leiche ab⸗ genommen hatte. Und dort über dem Bette war ihr Bild, von Breiten gemalt, das ihm ſo viel Freude ge⸗ macht hatte! Es war mit den nämlichen Blumen ge⸗ ſchmückt, die ſie ihm zum Geburtsfeſt geſchenkt; die Blumen waren noch friſch, er ſelbſt aber lag todt un⸗ ten in kalter Erde! Auf einem kleinen Tiſchchen ſtand
Creſſieux, Die Kunſtreiterin. II. 14


