Teil eines Werkes 
2. Bd. (1873)
Entstehung
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die Du einſt von mir begehrteſt. Ich will Deinen Wünſchen Rechnung tragen, damit Du ſiehſt, daß ich es gut mit Dir meine. Von heute an betrachte unſere Verlobung als gelöſt.

Wohl Dir, daß Du endlich zur Einſicht kommſt, daß eine Ehe ohne Neigung nie zum Glücke führt. Ich nehme die Löſung unſerer Verbindung an, obgleich es mich ſchmerzt, den Lieblingswunſch des Todten hier nicht erfüllen zu können.

Das junge Mädchen ſprach dieſe Worte mit mat⸗ ter, klangloſer Stimme und verſank dann wieder in ihr trauriges Dahinbrüten.

Ein furchtbarer herzdurchſchneidender Ton machte demſelben ein Ende, und Iſabella klammerte ſich mit ihren kalten Händen an das Holz des Sarges, mit der vollen Kraft der Verzweiflung. Es waren die Glocken die vom Kirchthurme herab den Beginn der Leichen⸗ feierlichkeit meldeten. Die Träger traten ein, um mit jener Rückſichtsloſigkeit und der ſtumpfen Geeichgültig⸗ keit ihres Standes den Sarg zu ſchließen. Tröſtend, er⸗ munternd umſtanden Theilnehmende das junge Mädchen.

Die Aermſte, hörte man unter der Menge flüſtern,ſie hat ihren Vater ſehr lieb gehabt.

Er war aber auch ein guter Vater.

Der wohl für ſein Kind geſorgt haben mag.