Teil eines Werkes 
2. Bd. (1873)
Entstehung
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meuternden Haufens entgegen, von da ſah ſie einen faſt unentwirrbaren Knäuel ſchreiender und tobender Geſtalten, welche ſich wüthend gegen eine Gitterthüre drängten, die zu dem gegenüberliegenden Ausgang führte. Eine hoch über den Köpfen der Meuterer auf⸗ gehängte Gefängnißlaterne beleuchtete matt das wüſte

Schauſpiel und drückte der grauſen Wirklichkeit den

Stempel des Geheimnißvollen auf.

Wir wollen den Kommandanten, er ſoll kommen der alte Fuchs! tönte es aus rauhen Kehlen.Her mit ihm, daß wir ihn niederſchlagen wie einen Hund, da er uns unſer Nachtmahl verweigert! Sind wir ſchlechter als die Politiſchen, die heute Wein und Bra⸗ ten bekommen haben? So tönte es wirr durcheinander.

Hier bin ich, Ihr Leute, was wollt Ihr, hörte dann Iſabella, die dicht bis an's Fenſter herangetreten war, plötzlich ihren Vater ſprechen, und ſie ſah ſeine hohe breite Geſtalt mit den kurzgeſchnittenen weißen Haaren dicht vor das Gitter treten, hinter ihm die wachthabenden Officiere und Soldaten.

War es nun der Laut ſeiner milden guten Stimme, oder war es die raſche Erfüllung ihres Wunſches, die Meuterer verſtummten für einen Augenblick und nur ein Gemurmel war unter ihnen vernehmbar, wie das Brauſen eines angeſchwollenen Gebirgsbaches.

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