E
——
lr„
20¹
„Sprecht! Was wünſcht Ihr von mir?“ fragte er nochmals. 3
Ein wildes Durcheinander brach nun los, welches ſelbſt der milde Ton von Alſing's Stimme nicht mehr zu bewältigen vermochte, und zwiſchendurch hörte man nur die Rufe:„Wir wollen nicht hungern, wir ſind ebenſo viel werth wie die Politiſchen.“
Es war offenbar, daß die Schanzſträflinge durch irgend einen böſen Einfluß zur Meuterei getrieben worden waren; es galt daher, dies zu erforſchen.
„Macht Platz, Ihr Leute, ich will ſelbſt zu Euch hineinkommen, Euch anhören“, ſagte Alſing mit feſter muthiger Stimme, und befahl, das ſchwere Eiſengitter zu öffnen. Einige ſeiner Umgebung widerriethen ihm dies, doch er winkte ungeduldig mit der Hand. Der alte Soldat empfand keine Furcht; Iſabella aber ergriff in dieſem Augenblicke eine Todesangſt. Bleich, am ganzen Körper bebend, lehnte ſie am Fenſter und ſah hinüber nach ihrem Vater.
Ihre Angſt ſchien jedoch unbegründet, denn der Tumult verſtummte bei Alſing's Eintritt, und die
Schanzſträflinge wichen ſogar mit einer Art ſcheuer
Ehrfurcht vor der hohen Geſtalt ihres Kommandanten zurück, der ſich ſo furchtlos unter ſie wagte. „Nun ſprecht, was begehrt Ihr?“ fragte er milde.


