Teil eines Werkes 
2. Bd. (1873)
Entstehung
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Papa, mich ergreift eine ſolche Angſt! Ich weiß nicht weshalb.

Nicht doch, mein Herzenskind, ſei ruhig, ſei mein muthiges Mädchen. Biſt Du nicht das Kind eines Soldaten? In einer Viertelſtunde bin ich wieder zu⸗ rück, lege Dich wieder zu Bette.

Er zog ſie an ſich, er beugte ſich herab und küßte ſie, umſchloß ſie nochmals feſt und innig und dann eilte er fort, den Feſtungsberg hinan, der Pflicht ent⸗ gegen.

Iſabella aber litt es nicht in den dumpfen Zim⸗ 1 mern. Sie warf ſchnell noch einen Mantel über ihre Schultern, und flog durch die matt erleuchteten Straßen den Feſtungsberg hinauf. Sie konnte nicht unten bleiben, wo ihr Herzensvater in Gefahr ſchwebte, ſie wollte dieſe wenigſtens mit ihm theilen.

Athemlos kam ſie oben an. Da man ſie kannte, wurde ſie leicht eingelaſſen. Sie durcheilte die ihr ſo wohlbekannten Gänge von Abtheilung zu Abtheilung 4 und bog endlich, dem ihr entgegentönenden Lärmen folgend, in einen ſchmalen Gang ein. Am Ende deſ⸗ ſelben ſah ſie aus einem großen vergitterten Doppel⸗ fenſter ein helles Licht ſchimmern, welches aus einem der Schlafſäle der Schanzſträflinge drang. Von da her tönte Iſabella jener unbeſchreibliche Lärm eines