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Freunde ſollten an dieſem Tage ſeiner wirklichen Freund⸗ ſchaft denken und Feinde ſollten keinerlei Groll in ihm finden.
Iſabella, der kleine Maitre de plaisir, wie ihr Vater ſie nannte, hatte Alles gethan um dieſen Titel zu rechtfertigen. Nach dem großen, feſtlich veranſtal⸗ teten Diner folgte ein Ausflug nach einem nahe gelegenen Vergnügungsorte, und Iſabella hatte zu demſelben das halbe Städtchen eingeladen. Als man von der Fahrt abends zurückkehrte, fand man den großen Garten des Kommandanten feſtlich mit Guirlanden geſchmückt, und mit farbigen Ballons beleuchtet. Ein hübſches Feuer⸗ werk ward abgebrannt, deſſen Glanzpunkt ein großer Strahlenkranz mit der transparenten Inſchrift„Heil und Segen zum glücklichen Geburtsfeſte bildete. Erſt ſpät trennte mun ſich, heiter und vergnügt.
Iſabella begleitete ihren Vater noch in ſein Zim⸗ mer, wo ſie, wie ſtets, für ſeine Bequemlichkeit mit all' der Sorgfalt einer liebenden Tochter ſich bemühte.
„Weißt Du, mein Kind“, ſagte Alſing,„daß ich auch meinen Gefangenen oben den heutigen Tag feſt⸗ lich feiern ließ, die Schanzſträflinge erhielten eine
Ration Wein.“
„Wie gut Du biſt; aber wie haſt Du Dich unter⸗ halten, Papa?“ fragte ſie freundlich und zärtlich.


