Teil eines Werkes 
2. Bd. (1873)
Entstehung
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noch verſchweigſt. An Eurem Hochzeitstage ſoll ſie Alles erfahren, es wird ihr dann die Trennung von dem Vaterhauſe leichter machen. In einem erläutern⸗ den Briefe habe ich bereits Alles zuſammengeſtellt. Ich übergebe Dir denſelben zur nochmaligen gründlichen . Durchſicht, und mit großer Spannung werde ich ſeiner Zeit dem hoffentlich glücklichen Erfolg Deiner Nach⸗ forſchungen entgegenſehen. Ich fühle mich durch Dein Vertrauen wahrhaft geehrt, lieber Oheim, antwortete Theobald, indem er aus der Hand ſeines Onkels ein Packet Schriften ent⸗ gegennahm, welche Jener aus ſeinem Schreibtiſche hervorgeſucht. Nach gepflogener Durchſicht übergibſt Du mir die Papiere wieder, da ich dieſelben zu meinem Teſta⸗ mente benöthige. Ich richte mich ganz nach Deinen Befehlen, lieber Oheim. Und nun laſſen wir die Vergangenheit, freuen wir uns der Gegenwart. Sieh' nur, was für einen Prachttag wir heute haben. Faſt iſt es, als hätte ſich der Himmel ſelbſt zu meinem Geburtsfeſte geſchmückt. Im Hauſe des Kommandanten drängten ſich die Glückwünſchenden aller Art; für Jeden hatte der vor⸗

treffliche biedere Soldat ein freundliches Dankwort. Creſſieur, Die Kunſtreiterin. II. 13