Teil eines Werkes 
2. Bd. (1873)
Entstehung
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ſie auch ein Theil ihres Weſens auf Dich übertragen, mein theures Kind, und Duſ warſt daher vollſtändig im Stande ſie mir zu erſetzen.

Wie gern hätte ich ſie gekannt, Papa. Ich glaube, ich würde ſie recht lieb gehabt haben.

Gewiß, mein theures Kind, hätteſt Du das.

Du erzählſt mir ſo wenig von ihr, Papa.

Bald, mein Kind, wird die Zeit kommen, wo Du ſo Manches über die Frau erfahren ſollſt, welche Dich ſehr lieb gehabt, fiel der Commandant in ſicht⸗ licher Verlegenheit ſeiner Tochter in's Wort,bis da⸗ hin genüge Dir zu wiſſen, daß ſie die edelſte, beſte Frau der Welt war, in deren Fußſtapfen Du treten mußt, um Theobald ebenſo glücklich zu machen, wie ich ſeit Deiner Geburt war. Aber wahrhaftig, mein liebes Kind, ich glaube, wir werden Beide ganz weh⸗ müthig bei all' dieſen Reden; das darf nicht ſein, an dem heutigen ſo frohen Tage müſſen wir heiter bleiben.

Der alte Soldat ſtemmte ſich mit Tapferkeit ge⸗ gen die aufſteigende Rührung, welche ihn zu bewältigen drohte.

Später kam Theobald, um ſeinen Oheim zu gra⸗ tuliren. Er fand denſelben allein, in ſeinem Arbeits⸗ zimmer.

Du haſt ein dankbares Herz, Theobald, ſagte