Teil eines Werkes 
2. Bd. (1873)
Entstehung
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den für die Hauptſtadt, mehr noch aber für ihn ſelbſt verhängnißvollen Poſten eines Kommandanten der ge⸗ ſammten Wehrkraft der Reſidenz an. Mit ihm betrat ein neuer unheilſchwangerer Geiſt die Räume jenes Ge⸗ bäudes, welches ſeit Monaten zum Hauptquartiere der Bürgerwehr diente. In der neueingerichteten Abthei⸗ lung für den Generalſtab und die Adjutantur fanden nur polniſche und ſolche deutſche Namen Aufnahme, welche durch ihre weitgehenden Anſichten der verfaſſungs⸗ mäßigen Monarchie feindlich gegenüber ſtanden. Braun wurde, durch direkte Bitten Meſſenhauſer's bewogen, zum perſönlichen Adjutanten deſſelben ernannt; eine Ernennung, welche wohl mehr darin wurzelte, daß der neue Oberkommandant ſich einen aufrichtigen Freund in ſeiner Umgebung ſichern wollte, als daß man auf die Arbeitskraft des jungen Mannes großen Werth gelegt hätte. Alle Bemühungen, auch Breiten in ſeine Nähe zu ziehen, ſcheiterten an der entſchiedenen Wei⸗ gerung dieſes Letztern eine Weigerung, welche in⸗ deſſen in dem freundſchaftlichen Verhältniß der Män⸗ ner keine Aenderung beierach Thätigen Antheil an den kommenden Ereig iſſen zu nehmen, widerſtrebte den Gefühlen des ritterlichen jungen Mannes aber umſomehr, als er ſchon jetzt erkannte, wohin die ganze Bewegung führen müſſe.