Teil eines Werkes 
2. Bd. (1873)
Entstehung
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Dieſe Erkenntniß hielt indeſſen, wie geſagt, Brei⸗ ten nicht ab, fortwährend mit Meſſenhauſer und den edleren Männern der Bewegung in freundſchaftlichem Contakt zu bleiben, mit ihnen ſeine Anſichten auszu⸗ tauſchen und wo es ging, ſeinen Rath nicht zu ver⸗ hehlen.

Die enge Verbindung der Führer des irregeleiteten

Volkes mit den Leitern der Bewegung in der rebel⸗ liſchen Nachbarprovinz trat täglich klarer zu Tage, damit aber auch die Gewißheit, daß die Stimme der Gemäßigten von nun an ungehört verhallen werde. Die Phyſiognomie der Stadt gewann eine täglich leb⸗ haftere und kriegeriſche Färbung; beſonders ſeit Bem, ein als Condottier bei allen politiſchen Bewegungen mehrfach genannter Pole, mit dem Range als General

die Organiſirung und Führung der ſo eben geworbe⸗

nen Mobiltruppen übernahm. Man ſah Bewaffnete in ungewöhnlicher Zahl durch die Straßen eilen und Couriere ſprengten durch die Stadt, überallhin Befehle und Anordnungen bringend.

So gediehen die Verhültniſſe bis zu einem Punkte, welcher erkennen ließ, daß Verſöhnung und Friede wohl in den Proklamationen des in Permanenz erklär⸗ ten Reichstages athme, daß aber ſelbſt der redlichſte Wille des zum Idealen hinneigenden Meſſenhauſer

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