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rekrutirten radikalen Parthei hatten in bürgerlichen Kreiſen leider nur zu ſehr Eingang gefunden und die politiſche Unmündigkeit beugte ſich in Demuth vor die⸗ ſen Verfechtern einer Freiheit und Gleichberechtigung, deren Endziele unklar ſich dem Auge des Bürgers dar⸗ ſtellten. Daß ſchwärmeriſche Gemüther ſolchen poli⸗ tiſchen Schnapphähnen aber noch leichter zum Opfer fielen, beweiſt aber nur, wie groß die politiſche Nulli⸗ tät war, deren ſich die Bevölkerung eben jenes Staa⸗ tes damals erfreute. 1
Hatte Braun in ſeiner Leichtlebigkeit nun ſchon freudig die neue Zeit begrüßt, hatte ſelbſt Breiten in ihr das Anbrechen einer neuen Aera, trotz ſo manchen in ihm erwachenden Zweifels, erkennen wollen, wie⸗ viel mehr mußte nicht der ſchwärmeriſche Meſſenhauſer, welcher ſeine Lebensſtellung ſeinen Anſichten zum Opfer gebracht, das Anbrechen einer Morgenröthe der Frei⸗ heit— eines Völkerfrühlings— in ihr ſehen.
So kam es denn, daß die drei Freunde ſich ſeit der Begegnung im„Rothen Igel“ mehr und mehr aneinander ſchloſſen, daß ſie für die Ausſchreitun⸗ gen des Pöbels manche Entſchuldigung in den frühern wie jetzigen ſo veränderten Verhältniſſen ſuchten, und wenn ſie die Mai⸗ und Auguſttage tief beklagten, ſich noch imnier nicht davon überzeugen wollten, daß weder


