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der Reichstag, noch das Miniſterium und ebenſowenig die öffentliche Macht den Ereigniſſen mehr gewachſen
war. Mehr und mehr traten die Losreißungsgelüſte einer großen Nachbarprovinz in den Vordergrund; größer wurde täglich deren Einmiſchung in den poli⸗ tiſchen Gang der Dinge in der Reſidenz und das weite Reich wurde zum Schauplatze einer wüſten Aufregung, welche nur den Moment zu erwarten ſchien, um durch Verbrechen daſſelbe an den Rand des Abgrundes zu drängen.
Hatten die Freunde bisher zum Theil ſorglos, zum Theil ſelbſt hoffend dem Weiterſchreiten der Re⸗ volution gelauſcht, ſo war doch nicht zu verkennen, daß beſonders Breiten mit ausgeſprochenem Mißtrauen die Einmiſchungsgelüſte der Nachbarn aufnahm und daß er es für Pflicht hielt, die Freunde zur Vorſicht zu mahnen. Leider kam dieſe Mahnung zu ſpät; Meſ⸗ ſenhauſer ſowohl wie Braun, hatten nicht jene Nüch⸗ ternheit des Urtheils, welches Breiten ſo ſehr vor den jungen Männern ſeines Alters auszeichnete; dagegen aber war ihr leichterer⸗Sinn ſchon lange Einflüſſen zugänglich, welche Beide dem Treiben der radikalen Parthei der Alau endlich ganz in die Arme lieferte, ohne ihnen jedoch klar zu machen, wohin jene ſteuere.
Ruhiger Denkende hatten ſchon lange erkannt, daß


