Freunde und erzählte ihm die jüngſten Vorfälle, welche
dieſer mit aufrichtiger Theilnahme anhörte.
„Ja, Freund“, ſagte Braun mit faſt trüber Miene, als Breiten geendet,„das habe ich nicht erwartet. Der Kuckuck ſoll all' die habſüchtigen Weiber holen“, fuhr er dann wieder raſch ſich erheiternd fort,„mach' Dir nichts daraus, Max, es iſt noch nicht aller Tage
Abend. Ich halte mich immer an das Lied des Nar⸗
ren in der Oper„der Templer und die Jüdin“:„Es wird beſſer gehen, die Welt iſt rund, ſie muß ſich drehen.“ Warum ſoll es nicht bei uns auch ſo ſein? Und nun, Freund, auf nach Valenzia! Feiern wir unſer Wiederſehen wie unſere Hoffnungen! Ich führe Dich in eine Reſtauration, wo Du gleich in medias res kommſt und nur Künſtler und Schriftſteller findeſt. Iſt es Dir recht?“
Breiten nickte zuſtimmend.
„Dabei“, fuhr Braun redeſelig fort,„mußt Du nicht vergeſſen, welches Opfer ich durch dieſen Schritt der Freundſchaft bringe, indem ich für Dich am hellen Tage meinen Drängern ungeſcheut auf offener Straße entgegentrete. Und nun fort! Begegnen wir aber einem meiner Gläubiger, ſo werde ich der Geldſeele zurufen:„Ja, ich bin's, den Ihr genannt, bin's, den alle Wuchrer ſuchen, bin's, dem Pfandverleiher fluchen,


