Teil eines Werkes 
1. Bd. (1873)
Entstehung
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Ich komme, Ihnen meinen herzlichen Dank aus⸗ zuſprechen für die freundliche Beurtheilung meines Bildes, begann der Eintretende; doch plötzlich ſtockte er mitten in der Rede und wie feſtgebannt ſtarrte er den jungen Literaten vor ſich an, welcher ſich erhoben hatte und gleichfalls zur Salzſäule geworden ſchien.

Ja, Bruderherz, Goldjange, alter Freund! Biſt Du es wirklich? rief der Letztere endlich auf's Freu⸗ digſte überraſcht aus.

Hermann Braun! Wie kommſt Du daher?. tönte es entgegen.

Ja, ſie waren es Beide wirklich; die Jugend⸗ freunde, welche ſich hier ſo unerwartet begegneten der gutmüthige, ewig heitere Hermann Braun und der vom Schickſal ſo ſchwer betroffene Max von Breiten!

Sie hatten in ihren Knabenjahren einander ſehr lieb gehabt, zuſammen gelacht, geweint und getollt, luſtige Streiche zuſammen ausgeführt und ihre geiſtige Ausbildung zuſammen gewonnen. So etwas vergißt ſich nicht ſo leicht und wenn auch der Ernſt des Lebens den Blüthenſtaub von ſolchen Erinnerungen abſtreift, ganz verlöſchen laſſen ſich dieſe doch nicht. Wir wiſſen, daß Zeit und Verhältniſſe Beide ſchon ſeit Jahren ge⸗ trennt, daß ſie ſich nur in größeren und kleinern Intervellen wiedergeſehen, ſeit Max' Verwendung