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milie, welches in ſeiner Einrichtung mit dem großge⸗ blümten Zitzſopha und der alten Schwarzwälder Uhr mit obligatem Kuckucksruf einen gemüthlichen, ja an⸗ genehmen Aufenthalt darbietet. Von der Küche aus, durch einen eigenen Ausgang, gelangte man endlich in das Mietherzimmer, das ſich wieder an das Staats⸗ gemach anſchloß und welches von der praktiſchen Haus⸗ frau gewöhnlich an Herren vermiethet wurde.
Der jetzige Miether war ein luſtiger junger Mann von kaum fünfundzwanzig Jahren, der als Schrift⸗ ſteller bei einer der vielen damals neu aufgetauchten Zeitungsephemeriden ſein etwas kärgliches Brod fand. Trotz ſeiner knappen Einnahme aber, die ſtets zu ſei⸗ nen Ausgaben im Mißverhältniſſe ſtanden, war der ſorgloſe Literat doch immer bei frohem Muthe. Nie⸗ mand beſaß ſo viele Schulden wie er, aber Niemand beſaß auch wie er die ſeltene Gabe, ſeinen Gläubigern ſo geſchickt aus dem Wege zu gehen, wobei er ſich hauptſächlich des einfachen Mittels bediente, ſeine Wohnung ſo oft als möglich zu wechſeln. In Folge eines dieſer Manöver wurde denn auch Frau Eſch⸗ müller das Glück zu Theil, ihn unter ihre Mieths⸗ herren zu zählen. Die heitere Laune, ſowie die Gut⸗ müthigkeit des jungen Mannes machte ihn bald zum Lieblinge der braven Familie und wenn auch Frau


