Teil eines Werkes 
1. Bd. (1873)
Entstehung
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Ja, das weiß recht eigentlich Niemand. Es gab

einen argen Streit zwiſchen Herr und Diener; und des anderen Tages war der Anton, der an dreißig Jahr auf Breitenfeld gedient, Knall und Fall entlaſſen. Einige vom Schloß wollten behaupten, es ſei wegen der Freiherrin ſo ſcharf hergegangen; Andere meinten, es wäre über den abweſenden Sohn aus erſter Ehe. Gewiß iſt, daß Anton fort mußte.

Der Sohn des Freiherrn iſt ja ſchon lange auf Reiſen, nicht wahr? ſagte der ſoeben mit dem friſchen Weine zurückkehrende Wirth.

Bereits einige Jahre, erwiderte Weil.Noch lange vor der Zeit, als Sie das hieſige Gaſthaus übernahmen, ſchickte man ihn fort nach dem Orient. Man brauchte dazumal gerade bei der dortigen Ge⸗ ſandtſchaft einen jungen ſprachbewanderten Menſchen, und da bewarb ſich denn der alte Freiherr um dieſen Poſten für ſeinen Sohn. Eigentlich war es die Stief⸗ mutter, welche dabei die Hand mit im Spiele hatte, denn ein Verwandter von ihr hatte den Poſten zu vergeben.

Ja, aber wie kam's, daß man gerade den jungen Freiherrn dorthin ſendete? War denn der Poſten ein ſo einträglicher?

J, bewahre! lachte der Pfleger.Ja, wenn