„Ja, ja, lieber Wirth. Hier iſt's aus mit uns. Freilich, ich konnte ja nicht katzebuckeln und ſcherwen⸗ zeln vor der Frau Gerichtspatronin, ſagte meine An⸗ ſicht immer frei und offen heraus, friſch von der Leber weg; das verträgt man halt da oben nicht auf dem Adlerberg!“
„Wohl wahr, Herr, aber wie kam es denn gar ſo ſchnell?“
„Hab's ſchon lange verſpürt, daß ich von der Frei⸗ herrin ſcheel angeſehen werde, weil ich mir Vorſtellun⸗ gen zu machen erlaubte gegen allerlei Bedrückungen und Härte gegenüber den Bauern, und meinte, daß das ein ſchlechtes Mittel ſei, ſich die Liebe und Arbeitsluſt der armen Leute zu ſichern. Das Beten und Fromm⸗ thun hilft da nichts, wenn man ſeine Leute ſchindet und plagt, daß ſie kaum zu Athem kommen vor Arbeit und ihnen keine Zeit bleibt für ihre eigene Sach'. Ich hätt' freilich da nichts dreinreden ſollen und nur die Klagen als Pfleger anhören; aber da ſoll nun einer ruhig bleiben, wenn er ein Herz im Leib hat und kei⸗ nen Stein. Geſchunden, keine Zeit fürs tägliche Brot und wie ſie muckſen, noch abgeſtraft dazu— das kann zu nichts Gutem führen. Die Robott, wie ſie urſprüng⸗
lich war, laß ich mir ſchon gefallen; es war halt ein Pachtzins für den übergebenen Grund und Boden in


