Teil eines Werkes 
1. Bd. (1873)
Entstehung
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herrlichen Bregenzer Wald gehen. Unſer Dorf hier hat freilich nicht ſo Viele aufzuweiſen, weil es etwas abſeits liegt, aber ſelbſt hier haben wir Tage, wo es recht lebhaft zugeht. Es ſind dann beſonders die Reiſenden, welche, anſtatt das Dampfſchiff zu benutzen, es vorziehen, den Landweg zu nehmen, um die ſchönen Punkte unſerer Umgebung auch zu beſichtigen.

Nun, zu denen dürfen Sie mich auch zählen, lieber Wirth, denn auch ich ziehe es vor, hie und da Raſt zu machen, ſo recht die Natur zu genießen. Dampfſchiffe und Eiſenbahnen ſind für Leute, welche Eile haben; ſucht man aber mit Behagen einen Natur⸗ genuß, ſo verläßt man ſich beſſer auf die eigenen Füße.

Werden der gnädige Herr länger in unſerer Gegend verweilen? fragte der Wirth mit der leicht verzeihlichen Neugierde eines auf Verdienſt Hoffenden.

Das iſt wohl möglich.

Und Sie werden auf Adlerberg wohnen?

Ich hoffe es.

Dann ſind der gnädige Herr wohl gar der neue Muſiklehrer, welcher für Fräulein Johanna aus der Reſidenz verſchrieben iſt? O, da bedauere ich Sie, denn bei dem jungen Fräulein hält es Niemand lange aus. Das bin ich wohl nicht, entgegnete der Fremde,