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Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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149 ſie unter hinlaͤnglicher Bedeckung in die Ar⸗ me ihrer Mutter zu fuhren gedachte.

Dieß geſchah. Heinrich und Baͤrbchen ka⸗ men gluͤcklich im Standquartier zu*nx an, wohin der Major ihnen einige Tage derauf nachfolgte. Er war ſo gluͤcklich geweſen, ei⸗ nen Theil der Bande aufzuheben, ihre Raub⸗ neſter zu zerſtoͤren und was er nicht hatte in ſeine Gewalt bekommen oder mit dem Schwerdte vernichten koͤnnen, durch die Flucht zu zerſtreuen.

Wer war gluͤcklicher, als Heinrich und Baͤrbchen? Wer ſah mehr Freude, Zufrie⸗ denheit und Wonne in ſeine Wohnung zuruck⸗ kehren, als der Major von Iſenburg und ſei⸗

ne Gamahlin? Baärbchen war ihre Toch⸗ ter! Alle Erzaͤhlungen, alle Nachrich⸗ ten waren ubereinſtimmend, alle Merkmale und Kennzeichen vorhanden und deutlich und alle Zuge und Lineamenten die naͤmlichen, wie ſie im Bruſtbilbe des dreijaͤhrigen Baͤrb⸗ chens waren.

Mehr aber als alles beſtaͤttigte das Ge⸗ ſaͤndniß des raͤuberiſchen Wirths, den Heis⸗ rich bei dieſer Gelegenheit in ſeine Gewalt bekommen hatte. Baͤrbchens wuͤrkliche Geburt une Abſtammen. Er war es, der ſie ohn⸗ weit