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weit ihres Schloßgartens vor vierzehn bis fuͤnfzehn Jahren geraubt und einige Zeitlang in Geſellſchaft einer luͤderlichen Weibsperſon, die, wie er damals, ſich vom Betteln ge⸗ naͤhrt, mit ſich im Lande herumgeſchleppt, ihrer aber und des Bettelns uͤberdrußig, ſie zuſammt dem Kinde hatte ſitzen laſſen, wor⸗ auf dann das kleine Baͤrbchen zu dem Hirten gekommen war, den wir als ihren Pfegeva⸗ ter kennen gelernt haben. Faſt die ganze Zeit her hatte er ſich in der Naͤhe dieſes Doͤrf⸗ chens aufgehalten, zu den Raͤubern geſellt und zuletzt dieſes Haus bezogen, wo er unter dem Namen des Wirths nichts als luͤderliches Geſindel, Bettler und Raͤuber beherbergt hatte. Er ſelbſt war es, der unter der Geſtalt des alten Muͤtterchens das ſchuldloſe Baͤrbchen ih⸗ rer friedlichen Hirtenwohnung zu entreißen und in ſeine Gewalt zu bringen gewußt, ſelbſt Abſichten auf ſie gehabt und ſie ſeinen Luͤ⸗ ſten und Begierden auf die ſchon bekannte Weiſe geneigt zu machen geſucht hatte.
Er bat um Eaung aber ſte wurde ihm von Seiten der erechtigkeit nicht ge⸗ waͤhrt und er als ein, der oͤßentlichen Si cherheit⸗ gefaͤhrlicher Mann zu behsdis ger Gefaͤngnißſtrafe verurtheilt.
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