132 Dem alten boͤſen Feldwebel dauerte das Kom⸗ mando ſchon zu lange und Heinrich wuͤnſchte dol⸗ lendet zu haben. Die Ladenden/ ſchwangen mit zitternder Hand das toͤdtiche Gewehr und mit ſchwacher nur halblauter Stimme ſprach der Offl⸗ zier die Worte des Kommandos: Ferti g1— An?— und ehe er noch: Feuer! ſagen konn⸗ te, tonte dicht hinter ihm mit ſtarker vernehmli⸗ cher Stimme dreimal: Gnade! Gnade! Gna⸗ del— Der Offtzier hielt au und auf die Frage des Generals: Wer ſorach das 2.— draͤngte ſich
Baͤrbchen, von der Hand des Graumantels ge⸗ leitet, durch die Glieder, ſtuͤrzte auf die Knie, bat um Gnade fuͤr Heinrich und uͤberreichte dem. General den Ring, den ſie eben von ihrem Fin⸗ ger zog.„Kann dieſer ihn nicht retten, ſagte
ſie, ſo toͤdte man mich mit ihm zugleich.
3 Man kann ſich leicht denken, daß ihre Er⸗ ſcheinung Auſſehen machte und die Neugierde der Soldaten, wie der Zuſchauer, aufs hoͤchſte ge⸗
aannt wurde. Alles war ſtill und voller Er⸗
wartung. 3 Den Ring in die Hand nehmen, das darauf
udliche Bildniß betrachten und ausrufen: Sie
war eins.„Ja! ſie iſt es— wie⸗ olte der General— iſt dieſe ſeine Mutter, iſt er mein Sohn.“
Exekution wurde aufgehoben, Heinri⸗
chen


