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Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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Schulter und trabte, ohne ein Wort zu reden,

bis an die Thore der Stadt mit ſeiner Burde 8

vorwaͤrts.

Es war zehn Uhr. Die Trommeln toͤnten. Die ution ſollte ihren Anfang nehmen. Menſchen ſtroͤmten heraus: ihnen folgte der Zug und dieſem eine Menge geſchaͤftiger Mußig⸗ gaͤnger, ſchiefer Beurtheiler, kalter Bemitleider.

Der Chef kommandirte. Die Reihen para⸗ dirten und ſchloſſen einen Kreis. Das Hochge⸗ richt begann. Heinrich trat in die Mitte und als der Staab uͤber ihn gebrochen war, kniete er nieder und verband ſich ſelbſt die Augen.

Feierliche Stille herrſchte im Kreiſe, ſo dure die ganze Natur. Nicht eine menſchliche G getraute ſich laut zu athmen. Thraͤnen rollten üuber die Wangen der Maͤdchen und Weiber her⸗ ab und von maͤnnlichen Lippen toͤnten Fluche und Verwuͤnſchungen dem alten boſen Feldwebel entgegen, der an dem Tode des zwanzigjaͤhrigen Junglings Schuld war.

Heinrich betete. Der Augenblick der Vollen⸗ dung, der ſchrecklichſte von allen, trat in die Reihe. Drei ſeiner beſten Kameraden wurden ausgehoben, ſeine Henker zu ſein. Schon kom⸗

mandirte der Offizier: Ladet! und alles nngchte ſich auf den Anblick des Sinke den gefaßt. △☚ᷣ

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