Druckschrift 
Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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Unſere Leſer moͤchten wohl gern wiſſen, wer der Mann war, deſſen Zudringlichkeiten Baͤrb⸗ chen auf die vorbeſchriebene Weiſe zu entgehen das Gluͤck hatte, ohne der Waffen zu bedurfen, die ihr die naͤchtliche Warnerin wenig Stunden zuvor uͤberreicht hatte? 2 So verzeihlich wir auch dieſe Wißbegierde ſinden, ſo hoffen wir doch ge⸗ genſeitig auf Schonung, bitten, wegen der Auf⸗ klaͤrung in Geduld zu ſtehen und antworten auf dieſe Frage mit jenem weiſen Manne des grauen Alterthums: Alles zu ſeiner Zeit!

Obwohl der Brief, den Baͤrbchen waͤhrend ihrer Gefangenſchaft in der einſamen, ſie zum eynſtern Nachdenken veranlaſſenden, wie ihre Er⸗ wartung ſpannenden, Waldwohnung geſchrieben hatte, an die Behoͤrde beſtellt worden war? Abermals eine Frage, auf die wir mit Gewißheit weder mit Ja! noch Nein! antworten koͤnnen; jedoch iſt das letztere wahrſcheinlicher, als das

erſtere. Denn welchen Vortheil haͤtte Baͤrbchens geheime Geſchellſchafterin, die un⸗ enterbrochene

Augen⸗ und Ohrenzeugin ihrer Handlungen, wie ihrer Gedanken war, ren vier Wäͤnden, als den verſchwiegenſten Zeu⸗ gen ih erGeheimniſſe mitzutheilen pilegte, da⸗ von gehabt?

Ihr einziges Augenmerk war de A 8

die ſie gewoͤhnlich ih⸗

Baͤrbchen 3