Gefuͤht und ſetzte ihr ganzes Blut in Wallung. Mit verdoppeltem Muthe ſagte ſie: Zuruck!— Was ihr ſucht, findet ihr bloß auf den Gaſſen— den Sieg konnt ihr nur mit Euxem Leben er⸗ kaufen.
„Was ſagſt Du?— ℳ
Baͤrbchen ſchwieg und der mannhafte Venus⸗ ritter ahnete nicht, ſeine Gegnerin bewafnet zu finden. Er wagte es ſeine Begunſtigungen zu wiederholen, aber Baͤrbchen wich ihm aus und ſagte: Ich bitte euch um der heiligen Jungfrau willen— wer ihr auch ſein moͤgt!— ſchont des ſchwachen Maͤdchens, daß Euch keine Ge⸗ nugthuung gewaͤhren kann— fordert keine Un⸗ moͤglichtt 4=
Dieſer bittende Ton, mit dem Baͤrbchen ihm itzt in den Weg trat, minderte ſeinen Unge⸗ ſum und machte ihn gegen die um Schonung Flehende, deren Grazie er in dieſem Augenblicke dop pelt ſchoͤn fand, artiger und geſitteter. Oh⸗ ne der zungfraͤulichen Schamhaftigkeit zu nahe zu treten, forderte er Aufflarung ihrer Herauss laſung, umſchlang ſie mit ſeinem Arm, ent⸗ hielt ſich aber jeder unanſtaͤndigen Begegnung und verſicherte ſie ſeiner Hochachtung, wie ſeiner Liebe, ſchwur ſich in Geduld zu faſſen und ih⸗
rer Ohumacht zu ſchonen, bat wegen ſeiner Iuns
dringlichkeit um Verzeihung und giegg.
U.


