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Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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Siebzehnmal ſchon hatte ſie den Sonnenwa⸗ gen ins Meer hinabrollen und faſt eben ſo oft am

Horizonte wieder herauffahren ſehen, als ſie matt und eytkraͤftet unter einen Baum hinſank und faſt alle Hoffnung aufgab, das Ziel ihrer Wun⸗ ſche zu erreichen. Ohne zu wiſſen, wie nahe oder wie fern ſie demſelben war, ſchlief ſie unter frei ⸗ em Himmel ſo gut und ſo anhaltend fort, als ſie die ganze Zeit ihrer Fußreiſe uͤber nicht geſchlafen hatte. Es war ſchon heller Tag als ſie erwach⸗ te. Die Gegenwart eines Mannes, deſſen Ge⸗ ſicht ihr auffaltend war, machte ſte ſtaunen; ſte glaubte, ihn irgendwo geſehen zu haben, und konnte ſich doch nicht erinnern wo? 2 und zu wel⸗ cher Zeit dieß geſchehen ſein mochte?

„Nein! ſagte der Mann, der gerade vor ihr ſtand und ſie von oben bis unten betrachte⸗ te— biſt Du's oder biſt Du's nicht?⸗

Baͤrbchen wußte nicht, was ſie ſagen ſoll⸗ te, ſah den Mann unveraͤndert an und getraue⸗ te ſich nicht zu fragen: Kennt ihr mich?

Der Mann war ſelbſt bedenklich, fragte aber dach:„Biſt Du nicht Baͤrbchen?—

„Ja!“ war die Antwort. 3

„Nun! da wird Vater Martin eine Freu. de haben/— ſagte er, und Baröchen ftagte⸗ „Kennt ihr Vater Martin?⸗“

„Ob ich ihn kenne?— Je! Du Näre