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Leitung in der Welt herumirrte und niemanden finden konnte, der es haͤtte zurecht weiſen koͤn⸗ nen. Immer glaubte ſie, ihrem guten Martin nahe zu ſein, wenn ſie an ein Dorf kam, aber es war Taͤuſchung, andere Namen, andere Gegenden. Zuweilen erinnerte ſie ſich dieſes oder jenes Platzes im Walde, wo die Zigeuner ihr La⸗ ger aufgeſchlagen hatten, aber es war nur dunk⸗ le Erinnerung, und ſie konnte nicht begreifen⸗ warum ihr der Weg nach ihrem Doͤrfchen ſo auſ⸗ ſerordentlich lang wurde?
Schon hatte ſie mehrmals in einem Dorfe übernachtet, bald unter freiem Himmel ihr La⸗ ger aufgeſchlagen und— noch war ſie immer nicht am Ziele. Aber ſie wußte ja nicht, daß ſie auf falſchem Wege war, oft ruͤckwaͤrts gieng, anſtatt vorwärts zu gehen, und oft wieder in das naͤmliche Dorf kam, in welchem ſie ſchon Tages zuvor geweſen war. Oft ſaß ſie unter einem Baume und weinte die bitterſten Thraͤnen, und niemand konnte ihr helfen, denn ſelbſt die Spa⸗ che des Landes war ihr nicht gelaͤufig; oft ſogar glaubte ſie verhungern zu muͤſſen, war der Ge⸗ legenheit dieß Beduͤrfniß zu befriedigen nahe und entfernte ſich mit einemmale weit davon, in⸗ dem ſie einen falſchen Weg einſchlug, in dieſen unwegſamen Waldungen umherirrte und ihren Hunger nur kaͤrglich mit einigen ſparſam ſich ihr darbietenden Fruͤchten zu ſtillen vermochte.
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