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Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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61 lich wieder hart an; und manche andere wuͤrde vielleicht an ihrer Stelle geſchwankt haben, vors oder ruͤckwaͤrts zu gehen. Aber die Liebe zu Va⸗ ter Martin, den ſie doch wohl manchmal vergeſ⸗ ſen haben mochte, wenn es ihr wohlgieng, ſtaͤhl⸗ te ihren Muth und unerſchrocken ſetzte ſie ihren Fuß in den boͤhmiſchen Waͤldern fort. Je naͤher ſie nun dem Ziele ihrer Wuͤnſche kam', deſto gefaͤhrlicher wurde ihre Reiſe. Sie wußte keinen Ort mehr zu nennen, auf den ſie zugehen wollte und mußte, als den Wohnort ihres guten Martins. Sie erinnerte ſich, die erſte Zeit ihres Aufenthalts unter den Zigeunern bloß in Waͤldern und Hoͤhlen verlebt zu haben⸗ und es waͤre kein Wunder geweſen, wenn ihr wegen des weitern Fortkommens bange gewor⸗ den waͤre. Ihre geographiſchen Kenntniſſe wa⸗ ren noch zu ſehr beſchraͤnkt, als daß ſie das Land nennen konnte, in welchem das Ziel ihrer Wan⸗ derſchaft lag, denn ſie wußte ja nicht einmal; daß Europa der Name eines Weltheils war. Ihr war weiter nichts bekannt, als ihr Doͤrſchen und hoͤchſtens einige kleine Ortſchaften, die ſie eben ſo gefaͤllig als abſichtlich ihrem Gedaͤchtniſſe zur Aufbewahrung uͤbergeben hatte. Aber auch dieſer Vorrath war aͤußerſt gering und bereits erſchoͤpft. Welch eine traurige Ausſicht füur ein kleines Maͤdchen von ſieben Jahren, das ſo vhne alls

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