Druckschrift 
Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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gottloſe, ſchadenfrohe Mann, theils aus eige⸗ ner Blindheit des Aberglaubens⸗ theils um ſich an Baͤrbchen zu raͤchen, fuͤr unausbleibliche Wirkungen ihrer Geheimkunſt auszugeben ge⸗ neigt war und ſie darum auf alle mögliche Art und Weiſe verfolgte.

Ohngeachtet man ihr nun von allen Seiten

der Gerichte um ihrer Jugend willen nichts anha⸗

ben konnte, ſo mußte ſie doch die Gegend ver⸗ laſſen. Baͤrbchen trennte ſich eben ſo ungern von ihren Wirthsleuten, als dieſe von ihr, denn beide hatten ſich in der kurzen Zeit ihres Beiſam⸗ menſeyns ſchon ſo aneinander gewoͤhnt, daß der Abſchied in der That ruͤhrend war.

Reicher, als bei ihrer Ankunft, verließ die junge Reiſende dieſen Ort, an dem ſie ſich bei⸗ nahe vierzehn Tage aufgehalten hatte und wo es ihr ſo wohl gegangen war. Die eigentliche Urſa⸗ che, warum ſie ihn verlaſſen mußte, wußte ſie nicht; auch wuͤrde ſie vielleicht nicht haben be⸗ greifen koͤnnen, wie und wodurch ſie einem oder dem andern laͤſtig oder gar ſchaͤdlich geworden wäaͤre. Sie weinte beim Abſchied, ohne die wah⸗ re Quelle ihrer Thraͤnen zu kennen und war noch zu ſehr Kind, als daß ſie die Großmuth ihrer Wirthsleute haͤtte gehoͤrig fuͤhlen und ſich dadurch dankbar erweiſen ſollen. Sie ſah ſich beim Weg⸗ gange nicht allein auf einen ganzen Tag, viele. — leicht—