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Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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des Feldſcherers, der euf einem andern Dorſe wohnte, der Patientin ein gutes Heilmittel gera⸗ then, das aus den beſten, geſuͤndeſten Kraͤutern heſtand, die ſie ihr ſelbſt uͤberbracht und zuberei⸗ tet hatte. Der Arzt. der ſich um ſo mehr dadurch⸗ beleidiget fand, je wirkſamer dieſes Heilmittel war, und ſeine dreißigjaͤhrige Erfahrung, mit

der er ſich allenthalben bruſtete, durch die weni⸗ 4

gen Kenntniſſe eines ſiebenjaͤhrigen Maͤdchens gleichſam an den Pranger geſtellt ſah, aͤrgerte ſich nicht wenig uͤber die Einfalt ſeiner Patienten⸗ die dem unerfahrnen Dinge mehr Glauben beige⸗ meſſen hatte als ihm, und ſchrieb die Heilung ih⸗ res Schadens lediglich auf ſeine Rechnung, nann⸗ te das unſchuldige Baͤrbchen ein verlaufenes Zi⸗ geunermaͤdchen, das wegen ſeiner Quackſalberer und Hexerei in kurzem zum Scheiterhaufen reif ſein wuͤrde.

Die Behauptung dieſes Mannes, den man kange ſchon als einen klugen, erfahrnen und ge⸗ ſchickten Mann zu kennen glaubte, wurde allge⸗ mein bekannt und verwandelte die gute Mei⸗ nung, die man von Baͤrbchen hatte, bald in ei⸗ ne entgegengeſetzte, ihr nachtheilige Meinung. Hierzu kamen noch mancherlei Geſchichten und Erzahlungen von blutmelkenden Kuhen, ſich ebs

eigneten Ungläcksfaͤllen, Geſpenſtererſcheinun⸗

gen, ziehenden Brachen und dergl., welche der . gott⸗

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