Dieß war das einzige Mittel, wödech
Frau Martha die kleine Barbe einigermaßſen zu gewinnen ſchien, die eben ſo viel Geſchicklichteit
als Neigung dazu und an nichts einen ſo großen
Gefallen hatte. Alles uͤbrige, was ſie thun muß⸗
te, that ſie mit Zwang und Widerwillen. Zu betteln ſchaͤmte ſie ſich und zu ſtehlen war eine Suͤnde wider das ſiebente Geboth, das ihr Va⸗ ter Martin noch beſſer und nachdruͤcklicher einge⸗ praͤgt hatte, als der Schulmeiſter.
Man drohte ihr, ſie mit Schlaͤgen dazu an⸗ zuhalten; doch Frau Martha war immer ihr Schutzengel und ihr allein hatte ſie noch einige Schonung zu danken. Wo dieſe war, war auch Baͤrbchen; allenthalben begleitete ſie dieſelbe und benutzte ihren Umgang, ſo viel ſie nach Alter und Verſtande vermochte, und erlangte bald in den wahrſageriſchen Kuͤnſten eine eben ſo große
Fertigkeit, als ſie bereits in der Kenneniß der
Kraͤuter und Pflanzen beſaß, die ſie unter der Aufſicht ihrer gegenwaͤrtigen Fuͤhrerin zu erwei⸗ tern Gelegenheit hatte.
Demohngeachtet wollte ihr die Lebensart nicht behagen; es war ihr Unmoͤglichkeit, ſich daran zu gewoͤhnen und eifriger, als in den er⸗
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ſten Tagen ihres Aufenthaltes unter dieſer Men.
ſchenraſſe, verfolgte ſie den Gedanken, ſich ee Keſſeln zu entledigen: denn ihr gegench ut
des


