Druckschrift 
Bärbchen das Hirtenmädchen : ein Seitenstück zu dem Jägermädchen / von Cramer
Entstehung
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Baͤrbchen machte große Augen, als ſie ie er wachte und unter fremden Menſchen und in einer Luns unbekannten Gegend ſich erblickte. Nie hat⸗

ie ſo viel Menſchen auf einmal um ſich her ge⸗ fe 35, nie ſo garſtige, widrige Geſichter von ſo haͤßlicher Farbe.

„Sei ruhig, Tochter! ſagte Frau Martha⸗ die Altmutter der braunen Geſellſchaft, in deren Mitte ſie ſtand— weine nicht!— es ſoll dir kein Leid geſchehen.“

Vaͤrbchen weinte unaufhoͤrlich und ſuchte vergebens unter der umſtehenden Menge ihren geliebten Vater Martin, der ihr Alles war.

„Wen ſuchſt du?2 hub die Alte von neuem

an und faßte die Hand des weinenden Maͤdchens.

„Bater Martin⸗ war Baͤrbchens Antwort.

„Vater Martin iſt nicht hier“ erwiederte die

Alte— auch iſt Martin dein Vater nicht.—

Baͤrbchen ſtutzte.

„Dein Vater iſt gar ein großer Mann“ ſag⸗ te die Alte weiter, indem ſie die Geſichtszuͤge der Kleinen ſorgfaͤltig examinirte— aber er iſt weit von hier— und ehe du ihn ſehen wirſt, wirßt du noch manche Thraͤne weinen.“

Baͤrbchen warf einen Blick auf die fonderba⸗ re Verſammlung und bedeckte ihr 8 zeſiche mnt Pe den Haͤnden.

Furchte dich nicht, Tochter! fahr 3 te