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len mochte. Des Abends gieng ſte mit keinem Fuß hinaus— und wenn's ihr das Leben haͤtze koſten ſollen. Dieſe auffallende Veraͤnderung ihres ganzen Weſens konnte dem hellſehenden Auge Martins unmoͤglich verborgen bleiben. Er fragte um die Urſache, konnte ſie aber nicht eher zu einem auf⸗ richtigen Geſtaͤndniſſe der Wahrheit bringen, als bis ſie nach mehrern Wochen genoͤthiget war⸗ wegen eines offenen Schadens am Fuße, den ſie fur eine Hexerei dieſes Suͤndengeldes und unheil⸗ bar hielt, das Bett zu huͤten. Martin ſtaunte und lachte, ſo wenig ihm auch das Lachen nahe war, uber die Einfalt der aberglaͤubiſchen Frau; doch ließ er ſie gern bei ih⸗ rem Glauben, verzieh ihr die begangene Thor⸗ heit und verſprach, ihr Vergehen geheim zu hal⸗ en. Aber vergeſſen konnt' ers ihr doch nichte, Allenthalben ſprach er von der Geſchichte und konnte nicht genug von ſeinem ungluͤcklichtn Baͤrbchen erzaͤhlen. Wenige nur bemitleideten ihn und nahmen an ſeinem gerechten Schmerze Theil; die meiſten aber lachten, meinten: er koͤn⸗ ne Gott danken, daß er das Bettelmaͤdchen auf ine gute Weiſe losgeworden waͤre— und tru⸗
Ketz die Erzaͤhlung von Haus zu Haus, von Dorf
n Dorß als eine laͤcherliche Anekdote uber.
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